Tabledance in Uldaman

oder: ein unvergesslich vergesslicher Abend

Ich hatte mich gerade in Ironforge materialisiert, als mich Jjn anflüsterte, ob ich nicht mit nach Uldaman wollte. Es war genau das, was für diesen Abend anstand, und so sagte ich zu. Da wir gleich loswollten, wurde es nun ein wenig hektisch, denn ich hatte am Abend davor drei neue Beutel ersteigert, um mein aktuelles Platzproblem zu beheben. Schnell schichtete ich alles um, deponierte einen alten Beutel auf der Bank und startete los.

Neben Jjn war auch sein alter Gefährte Naquadah dabei. Überraschenderweise waren sie nicht mehr bei den Nightelves, sondern bei Vienna – alle alten Bekannten haben diese Gilde also verlassen. Nachdem dann noch Kimera von der Blood Street Elite dazukam, war es für mich fast eine Art Ehemaligentreffen, da ich mit allen bereits Auberdine und die Blackfathoom-Tiefe unsicher gemacht hatte. Aus unserer Gilde hatte ich Naxxi zum Mitkommen überreden können.

Nach dem üblichen Begrüßungstänzchen vertrieben wir uns die Zeit damit, die Zwerge vor dem Eingang zu pieksten – denn Jjn war plötzlich zum Abendessen verschwunden und Kimera noch bei der Anreise. Dabei stellte sich heraus, dass Naq mittlerweile ein Kampfdruide der Stufe 49 geworden ist, der sowohl in Einzel- als auch Flächenschaden jeden Magier übertraf, mit dem ich bislang zusammen gequestet habe.

Dennoch würde es schwer werden, hatten wir doch mit Naxxi (Magier Stufe 40) und Jjn (Druide Stufe 38) zwei Mitglieder, die für Uldaman noch nicht wirklich qualifiziert waren. Ich war mit Stufe 46 genau richtig, während Kimera als 46er Kriegerin mit viel Ulda-Erfahrung die Leitung übernehmen sollte. Nach längerem Warten auf Jjn ging es dann endlich los.

Problemlos drangen wir in die Tunnel ein. Doch kaum waren wir mitten in der ersten Ausgrabungsstätte, verabschiedete sich Jjn mit einem kurzen „Ich muss gehen“ – seine Mutter bestand darauf, dass er nun ins Bett müsse. Tja, wenn Kinder abends in Instanzen wollen…

Würde nun schon wieder Chaos ausbrechen? Der einzige Heiler war weg. Kim fragte in ihrem Gildenchannel nach, ich in dem meinen. Von Celeb Rana keine Antwort. Von der Blood Street Elite dagegen schon. Eine 45er Kriegerin würde gern mitkommen – aber nur im Paket mit einer 42er Priesterin namens Janla. Ein Klasse-Kombination. Nach längerem Überlegen verließ Naq die Gruppe, da er aufgrund seines Levels keine Erfahrungspunkte mehr sammeln konnte und nur wegen Jjn in die Instanz mitgegangen war.

Hey ho the Golem’s deadJetzt waren wir komplett: zwei Kriegerinnen, ein Jäger, eine Magierin und eine Priesterin. Eine phantastische Kombination, dazu eine nette Kooperation von Celeb Rana und Blood Street Elite! Und im Gegensatz zu zwei Abenden davor, als die beiden Krieger ständig die Gruppe ins Verderben gerissen hatten, waren unsere beiden Bloody-Krieger nahezu perfekt im Zusammenspiel und in der Taktik.

Wir hatten nur eine Schwäche: Teamspeak. Erst waren wir auf dem Vienna-Server gewesen, den wir aber verließen, als die beiden Viennas draussen waren. Der Bloody-Server hatte Ansprechprobleme. Also zurück zu Vienna, der aber plötzlich Aussetzer hatte. Auf den Server von Janla kamen wir nicht drauf und ich wollte unseren Übergangsserver ohne Rücksprache mit Pal ungern zugänglich machen. Schließlich fanden wir ein Heim bei einem Freund von Arenia – und das alles während wir uns durchkämpften. Unser Problem war nur, dass Naxxi als einzige kein TS hatte und weder unser ständiges Gefrotzel, als auch die strategischen Absprachen nicht mitbekam – vor allem, wenn wir mal wieder vergaßen, ihr ein paar überlebensnotwendige Tipps zu geben.

Da Naxxi als große Damage Dealerin das Interesse der Höhlentroggs gern auf sich zog und zuweilen einen fatalen Drang für die vorderste Kriegerfront entwickelte, bevor diese die Aggro der Gegner auf sich fokussiert hatten, starb sie das ein oder andere Mal. Doch unsere Priesterin holte sie schnell wieder unter die Lebenden zurück – bis auf jenes eine Mal, als Naxxi völlig unbeabsichtigt aufgrund ihrer starken magischen Ausstrahlung eine zweite Gegnergruppe auf uns zog und wir alle ungewollt unsere Körper verlassen mussten. Doch durch den Hintereingang waren wir schnell wieder drin und unsere Leaderinnen gaben sich nun Mühe, wichtige Strategien auch per Tastatur an Naxxi durchzugeben, die sich nämlich fantastisch schlug!

Unsere Nachwuchsmagierin wird an diesem Abend einiges erstaunliche erlebt haben – denn ohne TS entging ihr fast der ganze Spaß, den der Rest der Gruppe hatte und der insofern „seltsame“ Reaktionen in der Instanz nach sich zog.. Für mich war dieser Ulda-Gang die lustigste Instanz, die ich bislang erleben durfte. Nicht nur, dass euer Gwyddyn allein unter weiblichen Chars war. Ich wurde auch noch nie so heftig angebaggert. Kim flüsterte mir per Tastatur und TS ständig anzügliche Botschaften in Auge und Ohr, während Arenia jede Gelegenheit nutzte, ihren Luxuskörper zu entblättern und mich mit ihren Reizen zu becircen. Dabei war unser Tabledance auf dem Altar in der Halle der Handwerker die Krönung des Abends.

Tabledance in UldamanDoch wie so oft stand eiskalte Berechnung hinter dem Verhalten der Damen. Ja, sie wollten mich! Aber nicht für ein kurzes Abenteuer, sondern eine langfristige Liaison. Es waren Abwerbeversuche der Bloodys mit allen Waffen der Frauen. Da wir – vor allem Arenia, Kimera und ich – uns im TS bombig verstanden und die Scherze nur so gegenseitig um die Ohren hieben, war schnell klar, dass die Wellenlänge stimmte. Dass ich mir den größten aller Schnitzer geleistet hatte, indem ich aufgrund des Drängelns von Jjn und meiner kompletten Neuordnung des Inventars die Halskette samt Folgequests sowie irgendeine Wahrsagephiole in Ironforge vergessen hatte und so gar nicht den Hauptquest angehen konnte, sorgte für minutenlanges brüllendes Gelächter, änderte aber nichts an den „Gefühlen“ meiner Mitstreiterinnen. Sie wollten mir zwar noch die Chance geben, das Zeug schnell in Ironforge zu holen, doch als ich dann gestand, dass mein Ruhestein noch in Booty lag, wälzten sie sich gleich nochmal kreischend auf dem Boden.

Archaedas ist bezwungenDennoch zogen wir die ganze Kiste erfolgreich durch und hatten auch keine Probleme beim Endboss. So bleibt mir ein dritter Besuch, um die Hauptquest sowie eine noch gar nicht angenomme Alchimistenquest aus Thelsamar abzuschließen. Insgesamt ein fantastischer, definitiv nicht jugendfreier Abend mit hohem Anspruch an die Lachmuskeln, der mir einen ungeheuer starken Willen abverlangte, um Celeb Rana weiterhin treu bleiben zu können. Und damit zeigte, dass ein Mann nicht nur Monstern, sondern auch den schönsten Verlockungen dieser Welt erfolgreich trotzen kann!

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Aus der alten 2006er-Kurzvorstellung bei der Gilde Celeb Rana: "Jäger, der gern mit seinem geliebten Pet tagelang allein durch die Wildnis zieht und deshalb anfällig dafür ist, von leichtbekleideten, jungen Damen zu Instanzen und Hordenjagden eingeladen zu werden ;-)". Seit...

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. also ganz ehrlich ?

    wer auch immer diesen scheiss geschrieben hat^^ isn ganz krasses opfer!

    wie tief bist du gesunken?
    alter das is nurn spiel rast mal nich so aus du spasti

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