Feuchte Tage im Schattenwindtal

Krallenpriester der Skettis

Es war ein Klassiker: Benommen wachte ich in einem Gasthaus in einer Stadt namens Shattrath auf. Ich wusste gerade noch, wer ich war. Aber nicht mehr: was. Oder gar: Warum? War mir eine Horde Oger auf den Schädel gefallen? Hatte mir die Animierdame im unteren Viertel was in den Drink getan? Fuck.

Fakt war: Ich hatte fast alles vergessen, was ich konnte. Als ich vor Schreck aufsprang, krachte mein Kopf durch den Baldachin und ich torkelte hilflos durch die Gegend. Drei lange Jahre: Einfach gelöscht in meiner Erinnerung. Gegen Wände laufend erreichte ich schließlich den Ausgang. Wie im Nebel flog ich auf zur Aldorhöhe und auf die Terasse des Lichts, suchte meine Jägerlehrerin auf. Erinnerungen kamen zurück.

Kurz testete ich meine Fähigkeiten bei einem Ausflug nach Auchindoun, prügelte mich aus Frust mit ein paar Ogern oberhalb von Shattrath. Doch es half nichts: Ich fühlte mich immer noch nicht wirklich wieder da. In der Klinik im unteren Viertel von Shattrah redete mir meine Lehrerin für erste Hilfe ins Gewissen: „Gwyddyn, du brauchst eine Kur.“ Ein freundlicher Herr empfahl mit einen Ausflug ins Schattenwindtal in den Wäldern von Terokkar. Also gut, nichts wie hin.

Der Flug auf meinem Greifen ins Schattenwindlager war angenehm kurz. Ich sagte überall hallo, aber die Vertreter der Himmelswache der Sha’tari waren doch arg distanziert. Lediglich eine Wächterin mit violettem Haar zwinkerte mir heimlich zu, bevor sie ihre Runde fortsetzte.

Grella Rüstmeisterin der Himmelswache

Während ich mit Grella, der Rüstmeisterin der Himmelswache, sprach, zwinkerte mir die Antreiberin heimlich zu. Der Beginn einer großen Liebe?

Ich merkte: Da geht was. Dummerweise erzählte mir Grella einen aufs Ohr und natürlich wollten wieder einige was von mir. Warum nicht drei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Vielleicht würde die Himmelswache etwas freundlicher gestimmt werden und Amy – so hieß die Antreiberin – könnte ich damit auch imponieren. Und während den Einsätzen relaxen. Genau so machte ich es dann.

Ich blieb mehrere Tage gemütlich im Schattenwindtal. Jeden Tag gab es einen Ausflug, um Rieseneier zu vernichten. Beim ersten Versuch holten mich die Riesenvögel noch vom Himmel, als plötzlich einer von der Seite und einer von hinten auf mich draufstürzte. Nun gut, lernte ich im Rahmen der Seightseeing-Tour auch mal den örtlichen Friedhof kennen – der Sturz war einfach ein wenig zu lang. Danach hatte ich die Strategie: Direkt auf den Plattformen landen, auf dem Greif bleiben, Bomben werfen und weiter. Wenn mich ein Vogel angriff: Schnell absitzen, Kitten drauf, ein wenig ballern, plündern. Die Jungs im Schattenwindlager freuten sich, gab es so doch jeden Tag frisches Geflügel – kein Wunder, dass ich schnell im Ansehen stieg. Vor allem, nachdem ich noch eine gefangene Himmelswache gerettet hatte.

Bei der Aktion hatte ich allerdings das Problem, dass ich einen Schattendrink intus hatte, da ich gerade dabei war, drei Krallenpriester zu legen. Ich hatte Zellek samt seiner Gehilfen auf einem Baumplateau den Garaus gemacht und stürmte über die Hängebrücke aufs nächste Plateau. In der Hoffnung, dort den nächsten Krallenpriester zu finden. Doch gab es nur die üblichen Wachen und einige Geister. Und eben der Gefangene. Ich killte fünf Nasen, befreite den Späher und los ging es zurück über die Brücke. Kaum waren wir dort, tauchten Zellek samt aller Wachen und Geister wieder auf (auf dieser Welt gilt: „no one dies for ever“) und eine harsche Prügelei begann. Als wären es nicht genug, tauchte auch noch ein Riesenvogel auf. Kitten wurde richtig wütend, wir gaben alles und gewannen. Während ich den Toten schnell plünderte, rannte der Späher allerdings schon Richtung Boden, lief auf der Hängebrücke einem  Seelenrufer in die Arme und gleich darauf den beiden Krallanieren am Ende des Stegs. Wir schafften alle, aber die Wache war schon zu geschwächt und starb in meinen Armen. Was für ein Idiot.

Es stellte sich dann heraus, dass das Schattenelixier eine nur relativ kurze Wirkungsdauer hatte, so dass ich auch die Geister nicht mehr sah. Gefangene tot, Elixier alle. Kein sehr ruhmreicher Tag. Umso überraschender, dass mich Amy nach einem Spaziergang am See dann tröstete. Kein Wunder: Sie sitzt seit Jahren auf diesem Außenposten fest. Kein kulturelles Angebot, nur Pampa, ständige Angriffe von Wasserelementaren, selten mal Ausgang nach Shattrath. Die männlichen Kollegen sind keine Alternative: Die einen stehen nur auf die ganz harten Nummer oder gar Netherrochen, ein paar sind eh schwul und einige voll gestört – hacken den ganzen Tag Boote in Stücke oder haben Visionen. Ein knackiger Nachtelfe auf Kur kam ihr da genau recht. Okay, ich steh zwar nicht so auf große Füße, aber das ließ sie mich mit ihrem durchtrainierten Körper schnell vergessen.

Letztendlich ging die Sache mit dem Gefangenen und den Krallenpriester auch gut aus. Am dritten Tag waren mal wieder die Rieseneier dran und natürlich Seelenrufer und Flügelwachen, um genug Schattenstaub zu sammeln, mit dem Severein wieder ein Elixier der Schatten herstellen konnte.

Elixier der Schatten

Diesmal war ich vorsichtiger. Kämpfte mich schnell auf das Baumplateau hoch, aber diesmal ohne das Elixier intus. Insofern gab es auch keine Geister, die sich einmischen konnten – eindeutig ein Vorteil. Natürlich hatten sie auch an diesem Tag wieder eine Flügelwache gefangen. Ich befreite sie und passte diesmal auf wie ein Tiger. Kaum waren wir unten, war die Sache auch schon durch.

Jetzt also auf zu den letzten beiden Krallenpriestern, deren Geheimnis ich aufdecken sollte. Diesmal war ich vorbereitet:

  • Zellek ist auf dem Baumplateau bei 70,74 (in der Nahe der Begleitquest)
  • Skizzik ist in einer Huette am Boden, direkt am See bei 69,81
  • Ishaal ist auf dem Baumplateau bei Terroks Ruh bei 68,79

Elixier der Schatten rein und dann los. Skizzik war schnell durch, ich musste mich nur vor einem Baumwächter in Acht nehmen. Dann rüber zu Terroks Ruh und direkter Anflug auf das Plateau. Erst die eine Wache gelegt, dann Ishaal und seine Jünger. Irgendwann kam wie so oft ein Vogel, aber dank meiner Eisfalle musste er wie schon einer der Geister vorher, tiefgefroren warten, bis wir mehr Zeit für ihn hatten.

Krallenpriester der Skettis

Ishaal – Level 71 – hat zumindest vorläufig das Zeitliche gesegnet.

Das war es fürs erste. Es gab keinen Job mehr für mich – außer dem, nach Shattrath zurück zu kehren. Nach diesen vier Tagen fühlte ich mich erholt und wieder fit als Jäger der Allianz. Und dank Amy… nun gut, keine große Liebe, sondern einfach pittoresk. Lass uns einfach Freunde bleiben.

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Aus der alten 2006er-Kurzvorstellung bei der Gilde Celeb Rana: "Jäger, der gern mit seinem geliebten Pet tagelang allein durch die Wildnis zieht und deshalb anfällig dafür ist, von leichtbekleideten, jungen Damen zu Instanzen und Hordenjagden eingeladen zu werden ;-)". Heute,...

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