Neues von Elanora – Familienspiel Teil 2

Elanora fliegtEine gute Weile ist es her, dass ich über World of Warcraft als Familienspiel geschrieben habe. Seitdem spiele ich mit meiner Priesterin Nimeth zusammen mit meiner Tochter und ihrer Magierin Elanora. Am 10. Oktober 2007 haben wir den Account angelegt. Innerhalb von 40 Tagen kam eine durchschnittliche tägliche Spielzeit von 30 Minuten zusammen, also 3,5 Stunden pro Woche. Heute sind es 43 Stunden Spielzeit, also durchschnittlich 20 Minuten pro Tag bzw. rund 2,5 Stunden pro Woche. Die Nutzung hat also im Laufe der Zeit etwas abgenommen.

Elanora und Anok’sutenIm realen Leben sind bislang keine negativen Auswirkungen des Spiels feststellbar. Nach ganz schlechten Noten in Mathe zu Anfang des G8-Schuljahrs schrieb sie – nachdem wir die Kombination „Mathe lernen und WoW“ eine Weile praktiziert hatten – ihre erste Drei. Ein Riesenerfolg. Dieser ist zwar nicht unbedingt auf WoW zurückzuführen, aber zumindest schadet es nicht. Wobei ich sie in WoW gern mal rechnen lasse, beispielsweise wieviel Garn sie braucht, um bestimmte Items zu schneidern. Im anderen Problemfach Deutsch folgte eine klare Steigerung. Vor allem erntete sie in ihrer Klasse viel Lob mit einer Geschichte, die eindeutig WoW inspiriert war (was natürlich weder Lehrerin noch Mitschüler verstanden) und auch mich sehr beeindruckt hat. Das Spiel hat ihre Fantasie jedenfalls geprägt – ob inspiriert oder gelenkt, mag ich nicht bewerten.

Flammenschlund in OrgrimmarViel spannendes und schönes haben wir auf dem Weg bis mittlerweile Level 21 erlebt: Ihr erster Flug (oberstes Foto), der Kill von Anok’suten auf der Sonnenkuppe oder gar die erste Instanz. Hier besuchten wir den Flammenschlund in Orgrimmar, den ich als alter Alli selbst erst kurz zuvor mit meiner Schurkin Deirdra kennen gelernt hatte. Dabei begleitete uns eine Jägerin namens Janaschatz und ein Krieger namens Grausi. Schnell stellte sich heraus, dass die beiden eher als Neulinge in WoW einzustufen waren, dazu die erste Instanz meiner Tochter… es war schon lustig. Sie ist natürlich immer noch langsam mit Maus und Tastatur, doch klappt die Orientierung in der Welt als solche schon ganz gut. Jedenfalls waren unsere Mitstreiter so langmütig mit uns wie wir mit ihnen und ich konnte der Jägerin nebenher ein wenig Nachhilfe geben 🙂 Die Belohnung bestand in einem spannenden Abenteuer und einigen tollen Items.

Rotes DrachenfalkenjungesEines der schönsten Erlebnisse war die Begegnung mit dem Magier Herros. Er hatte ein Rotes Drachenfalkenjunges dabei, das meiner Tochter sofort den Ausruf „Ist der süüüüß“ entlockte. Als ich Herros darüber informierte, nachdem wir die beiden Dicken in der Todesschneise gelegt hatte (Luzran und seinen Kumpel Faulbein), bat er uns, noch ein wenig online zu bleiben. Bald war er zurück und schenkte jeder von uns ein Drachenfalkenjunges. Elanora war natürlich hin und weg und konnte gar nicht mehr genug Screenshots von dem Flattermann machen. Und Herros konnte sich vor Dankesbezeugungen kaum noch retten. Das Besondere: Er war gar kein Twink, sondern der Mainchar – dass ein Neuling gleich mal ein wenig sein sicher nicht dickes Konto plünderte, um zwei weiblichen Chars eine Freude zu machen, toll!

Wir legen Kel’gash den Boshaften Unsere letzte Aktion war Kel’gash der Boshafte in Zeb’Nowa. Während wir die Trollsiedlung aufräumten, flüsterte uns Gramaton von Hords Army an, der es als einsamer Priester natürlich nicht leicht hatte mit all den Trollen dort – allein die plötzlich auftauchenden Pats aus Pantherlords hatten auch schon Elanora und mich in Atem gehalten („Wo ist noch mal der Button zum Sheepen?“). Immerhin brachte er mich auf die Idee, als Priesterin öfter mal mein Schild einzusetzen. Immer gut, wenn man auch anderen mal beim Spielen zuschauen und selbst etwas lernen kann 😉 Wie man auf dem Foto sieht, bestand die letzte boshafte Aktion von Kel’gash darin, Elanora schrumpfen zu lassen. Zum Glück war die Kleine irgendwann wieder groß 😉

Elanora und Nimeth tanzenJetzt steht uns in den Geisterlanden nur noch eines bevor: Die zwei Durchgänge mit je zwei Quests in der Todesfestung. Ist natürlich keine leichte Nummer. Als Schurkin hatte ich zwei gute Kämpen zur Seite, mit denen es dann auch super lief. Insofern werden wir Stoffies uns ein wenig Verstärkung suchen müssen. Wenn es klappt, werden wir bald wieder das tun, was uns besonderen Spaß macht: Unsere Chars tanzen lassen. Interessanterweise klappt es mit dem Synchrontanzen ganz gut. Jetzt müsste man bloß noch original vor dem Monitor mitschwingen können wie bei der Wii, dann wär das Ganze perfekt und Papa hätte seine dringend nötigen sportlichen Einheiten.

Elanora Level 20Soweit der Rückblick über mehr als fünf Monate WoW als Familienspiel. Meiner Tochter macht es jedenfalls weiterhin viel Spaß und ich freue mich fast immer über das gemeinsame Teamplaying. Meine jüngste Tochter kann es selbst kaum erwarten, endlich spielen zu dürfen. Als Tierliebhaberin hat sie allerdings Ideen, wie man WoW komplett pazifistisch umkrempeln müsste. Dennoch hat sie ihren ersten Char bereits als Bild gemalt. In diesem Sinne: Heiter weiter. Und zum Abschluss noch ein Screenshot von Elanora mit Level 20 🙂

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Aus der alten 2006er-Kurzvorstellung bei der Gilde Celeb Rana: "Jäger, der gern mit seinem geliebten Pet tagelang allein durch die Wildnis zieht und deshalb anfällig dafür ist, von leichtbekleideten, jungen Damen zu Instanzen und Hordenjagden eingeladen zu werden ;-)". Heute,...

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Netter Bericht, zu zweit machts auf jeden Fall mehr Spaß als allein. Wenn man es mit der Spielzeit nicht übertreibt, wird auch dem privaten Leben eines Kindes kein Nachteil entstehen.

  2. Möchte mich hier zu Wort melden,als Frau eines tgl.8 bis 12Std. WOW spielenden Mannes im Alter von 40Jahren.Bin im 5.Monat schwanger und meine Geduld hat nun ein Ende.Habe kein Verständnis für dieses Spiel,weil völlig realitätsfremd. Ziehe die Konsequenzen und werde meinen Mann demnächst verlassen,denn möchte mich nicht weiter wegen diesem Spiel beschimpfen und terrorisieren lassen.Unsere Tochter soll im realen Leben aufwachsen und einen Vater ,Vater nennen dürfen,welcher der Realität zugewand ist.Dieses Spiel ist sehr gefährlich,weil ein sehr hohes Suchtpotential vorhanden ist ! Ich kann davor nur warnen ! LG ANDREA

  3. Schön geschrieben,das Thema Spielsucht und die Onlinezeiten ist wohl so ne Sache für sich.Wenn ich mir das Posting von Andrea anschaue fällt mir leider nur ein, das dieser Lebensgefährte die Kontrolle wohl komplett verloren hat, und Game und Fun über Real Life stellt.
    Schade eigentlich….trotzdem noch alles gute auf deinen weiteren Lebensweg.
    Selber spiele ich seit es das Game gibt auf dem Server Thrall,bin Beruflich unter der Woche aber nicht am Rechner anzutreffen.Meine Frau hat keine negativen Bedenken an das Spiel solange ich sie nicht vernachlässige.Real Life steht bei uns an erster Stelle!
    Grüße an die Gilde Insanity…..ein alter Bekannter

  4. Erst mal zu dem Artikel, ich kenne das auch zur genüge mit dem gemeinsamen Spielen. Wir haben 2 Accounts, die abwechselnd von meiner Frau und mir, bzw unseren Söhnen, 12 und 14, genutzt werden. Der Kleine ist inzwischen schon fast eine wandelnde WoW Bibliothek, allerdings achten wir sehr darauf, dass die Schule nicht zu kurz kommt, was wir durch eine Kindersicherung mit Zeitbeschränkung an den PCs der Jungs sicher stellen. Da ich in der IT tätig bin stehen hier 4 Rechner rum^^
    Allerdings finde ich, dass 2 Accounts völlig ausreichen.

    Zu dem Kommentar von Andrea nur eins, es tut mir wirklich leid, dass dein Mann den Blick für die Realität verloren hat, besonders jetzt, da Du schwanger bist! Ich werde selbst demnächst 40 und denke, dass man in diesem Alter sowas im Griff haben sollte. Manchmal würde ich auch lieber den ganzen Tag spielen, aber in der Freizeit muß man sich auch mal um die Familie, die Haustiere und das Haus selbst kümmern. So ein Spiel sollte ein Spiel bleiben!

  5. WOW ist manchmal nicht zu unterschätzen, vor allen dingen, wenn man nicht gerade viel beschäftig ist, wird es schnell zu einem sehr ausgedehnten Hobby. Ich selbst spielte sehr lang wow, bis es eines Tages zu viel wurde, denn täglich 12 Stunden sind einfach zuviel. Aber das problem ist doch, man möchte in WOW einiges erreichen, selbst wenn es nur ein Spiel ist, möchte man die besseren Items ( Status erhöhen ) bekommen. Und das ist vom Konzept her mit viel Aufwand verbunden. Ich habe meinen Weg gemacht, statt WOW zu spielen, beobachte ich jetzt den ganzen tag über 30 WOW Accounts wie sie sich durch die Scherbenwelt kömpfen, das Gold was dabei anfällt, kommt Menschen ohne Zeit zugute.

  6. Ich bin mit meinem Post natürlich mal wieder zwei Jahre zu spät dran, aber ich geb meinen Senf mal trotzdem dazu:

    Ich hab angefangen Wow zuspielen als das Beta rauskam.
    Da war ich… 13 Jahre alt.

    Meine Noten haben nie unter Wow gelitten.
    Meine Freizeit kam nie zu kurz.
    Meine Freunde spielten auch alle Wow, alle auf dem gleichen Server.

    Aber einige traf es eben nicht so gut wie mich und sie waren Wow eher verfallen als ich. Am Wochenende waren ständige LAN-Parties angesagt und das Erscheinen auf dieser war wichtiger, als man glauben mochte. Und dann fing es so an;

    Schule war out, nimm dein Laptop mit zur Schule und spiel in den Pausen WOW, denn WOW ist in.

    Das ging 3 Jahre lang so und mittlerweile sind 20% vom Gymnasium, das wir besuchten, abgegangen und spielen immer noch intensiv World of Warcraft.

    Aber ich würde mal einfach so in den Raum stellen;
    ‚Wow ist definitiv ein Spiel mit Suchtgefahr, aber wenn du weißt, wo das Limit ist, dann ist das gefahrenlos.‘

    lg, Hayley.

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